Staatspreis sucht Publikumsjury

Staatspreis sucht Publikumsjury

Tage des Europäischen Kunsthandwerks am 10. und 11. April im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund.

Aachen/Dortmund. Ein Staatspreis versteckt sich im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund. Wer Lust hat auf die Suche zu gehen, der kann dies an diesem Wochenende, 10. und 11. April, unter besonderen Voraussetzungen tun. Aus Anlass der Europäischen Tage des Kunsthandwerks sind alle Besucher*innen eingeladen, Teil der Publikumsjury zu werden. Nebenbei können sie dabei ihren eigenen Designpreis gewinnen.

„Mal was anderes sehen und hören als Corona!“ möchte man dieser Einladung zum Museumsbesuch anlässlich der Ausstellung MANUFACTUM vorausschicken. Ein Negativtest und ein Online-Ticket sind nötig, machen den Tapetenwechsel möglich.

Rund 370 Kunsthandwerker aus 136 Städten in Nordrhein-Westfalen haben sich mit ihren Arbeiten in sechs Kategorien um den Staatspreis MANUFACTUM beworben. 121 von ihnen hat die Fachjury nominiert. „Wir sind außerordentlich erfreut über die steigende Qualität der Ausstellungsobjekte“, sagt Beate Amrehn, Organisatorin des Wettbewerbs. „Das ohnehin hohe Niveau haben die Bewerber*innen in diesem Jahr nochmals übertroffen.“

Die Gewinner*innen werden am Samstag, 24. April, ab 11 Uhr während eines Livestreams bekannt gegeben. So wird der Staatspreis einem größeren Zuschauerkreis zugänglich gemacht. Toppen wollen die Organisatoren das durch die Publikumsjury im Museum. „Schauen Sie sich die Arbeiten in aller Ruhe an und wählen Sie Ihren persönlichen Favoriten“, lädt Beate Amrehn zum Museumsbesuch ein.
Diese Idee, das Publikum in die Bewertung von Handwerksdesign einzubinden, folgt dem Gedanken der Europäischen Tage des Kunsthandwerks, die an diesem Wochenende stattfinden. Ziel ist es, das Interesse der Öffentlichkeit an dem vielseitigen und wichtigen Wirtschaftsbereich Kunsthandwerk und Design zu wecken und zu stärken.

Die Initiative dazu ging 2002 vom französischen Ministerium für Handwerk aus, seit 2014 gibt es das Konzept in Deutschland. Hier wird es von den Handwerkskammern getragen. In Nordrhein-Westfalen ist Dortmund der erste Hotspot der Europäischen Tage des Kunsthandwerks.

Zu sehen ist die Ausstellung MANUFACTUM über die Aktionstage hinaus noch bis zum 27. Juni 2021. Sie ist eine besondere Gelegenheit für Besucher*innen, die sich mit den ästhetischen Objekten des Kunsthandwerks vertraut machen möchten. Denn während Kunsthandwerker*Innen im Alltag oft Kompromisse bezüglich ihrer Produkte machen müssen, haben sie beim Wettbewerb die Gelegenheit, ihr Können und ihre Klasse auszuspielen. Experimentelle Arbeiten sind genauso zu sehen wie Gebrauchsgegenstände, Skulpturen und Medien.

Hier geht’s zum Ticketshop: https://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/museen/mkk/start_mkk/index.html
Weitere Infos: https://kunsthandwerkstage.de/

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